GWAR

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Nichts für schwache Nerven!

Richmond – Manche werden sagen „Ja, ja, auch das muss es geben“, andere werden es nicht verstehen und wieder andere können es kaum erwarten, an einem Konzert teilzunehmen, das eher einer Splatter-Orgie ähnelt als einem Rock-Konzert. So eine Splatter-Orgie versprechen die Jungs von Gwar.

Schon seit 1984 verspritzt die Band aus Richmond/Virginia in fragwürdigen bis skandalösen bzw. einfallsreichen bis abgefahrenen Kostümen (künstliche?) Körperflüssigkeiten ins Publikum. Aber kommen wir zum Eigentlichen: Dass Gwar kein Streicherquartett ist, kann man sich denken. Vielmehr konzentriert sich die Combo auf das geplante Chaos: Anfangs noch mit recht kurzen Hau-Ruck-Punk-Stücken am Start, wandelten sie sich später zu einer hardcorelastigen Crossover-Thrash-Kapelle. Zwischendurch noch eine ordentliche Portion Metal dazu und –schwupps– hätten wir das angesprochene, geplante Chaos. Mindestens so wichtig wie der Sound sind aber die erwähnten Kostüme und rasanten Bühnenshows: In albtraumhaften Verkleidungen werden albtraumhafte Handlungen an gedoubelten Persönlichkeiten des öffentlichen Interesses wie etwa O. J. Simpson, George W. Bush, Paris Hilton oder auch Arnold Schwarzenegger nachgeahmt – was genau? Fantasie benutzen und hingehen! Selbstverständlich handelt nicht jeder Song von der letzten gescheiterten Liebesbeziehung und selbstverständlich wird auch die eine oder andere Liebesbeziehung eines Gwar-Fans auf die Probe gestellt werden – wer aber den provokativen Stil der Band nachempfinden kann, wird auf einem Konzert jede Menge Spaß haben! Achja, die Schock-Rocker wurden auch zweimal für einen Grammy nominiert. Verständnis finden die sechs Musiker also durchaus